Ich schreibe gegen Russophobie und bin doch kein Idiot Putins
I ch bin seit Jahren so etwas, was als Betreiber einer brotlosen Kunst bezeichnet wird. Ein Schriftsteller. Nun gibt es in Deutschland kaum noch Verleger, sondern Kaufleute, die das Wohl und Wehe der Verlage bestimmen. Und so werden fast nur noch Bücher gedruckt, die schon im Ausland ein Riesenerfolg, also einen profitablen Absatz hatten. Beispiel dafür ist Harry Potter. Nein, nein, ich gönne allen Autoren, wo immer sie schreiben, jeden Erfolg. Nur ist die Überbordung mit anglo-amerikanischer Trivialliteratur eine ernst zu nehmende Sache. Es ist nicht nur ein gezielter Angriff auf deutsche Literatur und Literaten, sondern auf deutsche Kultur insgesamt, wenn ich an amerikanische Musicals, aus Amerika übernommenen Fernsehformate denke, wie "Bares für Rares", "Voice of Germany" und sogar an Musik denke, die nicht bei Pop stehenbleibt, denn zu oft wird "Happy Birthday" gesungen und "White Christmes" statt "Stille Nacht" oder "Zum Gebur...