Der Wall - auf der Suche nach Lösungen im Lärmschutz - Bürgerdialog 6
In der Zeitschrift "Kommunalwirtshaft" wurde ein Beitrag veröffentlicht, der unserem Problem nahe kommt. Deshalb zitiere ich etwas ausführlicher daraus: "Voller Spielspaß für hunderte Nachwuchssportler und Ruhe in der Nachbarschaft – auf den ersten Blick lassen sich diese beiden Punkte nicht vereinbaren. Der TuS Blau-Weiß Lohne (Niedersachsen) zeigt in Kooperation mit dem Lärmschutzexperten Rau aus Berlin, dass das sehr wohl funktioniert und erzielt damit einen ganz besonderen Nachhaltigkeits-Hattrick.
1. Volltreffer: Mit zwei neuen Plätzen im Heinz-Dettmer-Stadion sichert der Fußball-Regionalligist langfristig die Zukunft des sportlichen Nachwuchses in der Region. Tor Nummer 2: Gleichzeitig festigt der Verein das gute Verhältnis zu den Anwohnern in der direkten Nachbarschaft. Denn im Zuge der Neubaumaßnahmen installiert Blau-Weiß Lohne derzeit eine 200 Meter lange Lärmschutzwand, damit die Nachbarn trotz des intensiven Spiel- und Trainingsbetriebs weiterhin ungestört ihrem Alltag nachgehen können. Treffer Nummer 3 steuert die Wand selbst bei, denn sie wird mit Erde befüllt und anschließend begrünt. Damit ist sie besonders klimaschonend.
Ein Projekt durch Kooperation mit dem Spezialanbieter Rau Lärmschutzwände Geosystem GBK GmbH mit Sitz in Berlin. Denn dieser stellte das Material für seine so genannte „Lärmschutz-Klimawand R3“ zur Verfügung und unterstützt die Mitglieder des Vereins beim Aufbau und den weiteren Schritten: Zunächst befüllt das Rau-Team die Klimawand – und zwar mit der Erde des örtlichen Bodenaushubs der Baustelle. Anschließend wird die Wand mit heimischen Kletterpflanzen begrünt. Dadurch bindet sie über viele Jahrzehnte CO₂ – so schont sie die Umwelt und leistet einen positiven Beitrag fürs Klima."
Also was will ich mit diesem Beitrag sagen? Wir nehmen den Grundsatz "Miteinander - Füreinander" ernst und warten nicht darauf, dass uns fertige Lösungen von wem auch immer serviert werden. Unsere Bürgerbewegung sucht intelligente und machbare Lösungen als selbstbewusster Partner von Rathaus und Gemeindevertretung auf Augenhöhe. Und wir erwarten von den Sportlern von Grün-Weiß endlich Verständnis und Fairness in der Nachbarschaft mit uns Anwohnern, die mit Steuern den Verein gern großzügig fördern und den Ausbau zum Sportplatz der Zukunft ohne Wenn und Aber erst ermöglichten. Das wurde uns übrigens bei der Übergabe der fast halben Million Fördermittel durch Ministerin Ernst von allen Anwesenden, ob Bürgermeister Gehrke oder Vereinsvorsitzenden Lachmann versprochen. Lassen wir es endlich ernst werden, Füreinander - Miteinander!
Und ich bin sicher, diese intelligente und ökologische Lärmschutzwand wird nicht der letzte diskutable Vorschlag sein, sachlich, kritisch und optimistisch wie immer.
Foto: Autor, Zeichnung RAU Lärmschutzwände - Geosystem GBK GmbH