Jenseits von Kahnfahrten und sauren Gurken - Bürgerprotest im Spreewald
Die Spreewälder sind zurückhaltende, aber freundliche und naturverbundene Leute. Sie leben nicht nur von sauren Gurken und Meerrettich, sondern viele von ihnen vom Tourismus. Und der wiederum von der einzigartigen Landschaft, dem UNESCO-Biosphärenreservat. Diese geschützte Auenlandschaft hat ein Netz von ungezählten Fließen um die Spree und erstreckt sich über 970 Kilometer. Entstanden aus eiszeitlichen Schmelzwasserrinnen, bietet dieses Binnendelta eine naturnahe Idylle für Kahnfahrten, Paddeltouren und Radwegen zu kleinen Siedlungen oder nur mit Kähnen erreichbaren, verstreuten Gehöften auf Sandinseln, Leipe, Lehde oder Kaupen in sorbischer Tradition. Und nun gibt es Aufruhr zwischen Lübben und Lübbenau. Die Ausflügler auf den Kähnen lesen unterwegs mitten im Wald immer wieder für sie unverständliche Losungen wie "SpreeWald statt Wildnis!" Der Grund, die Landesregierung von Brandenburg will 450 Hektar, immerhin 10 Prozent des 350 Jahre alten Kulturwaldes des Ob...