Die UNESCO feiert ihn noch, den Tag der russischen Sprache am 6. Juni
Also schon mein Opa, ein weitgereister Seemann, hat gesagt, es ist immer von Vorteil, fremde Sprachen zu kennen. Meinem Vater hätte das kaum genützt, wenn er "ruki werch" verstanden hätte, also "Hände hoch"! Panzer und Artillerie sprechen eine tödliche unmissverständliche Sprache. Ich aber habe schon als fünfjähriger Berliner Junge, pfiffig wie nur die Berliner Gören sind, den Nutzen von Fremdsprachen begriffen. Bei den amerikanischen Soldaten "give me please a piece of chewing gum", denn ein Kaugummi betäubte das Gefühl des Hungers. Und die GI's lachten über den blonden little Naziboy, der einige Brocken englisch sprach. Bei den Russen an der Feldküche, deren verführerischen Duft ich schon von Weitem wahrnahm, jammerte ich ehrlich und ein wenig theatralisch: " Я голоден; пожалуйста, дайте мне хлеба." Das Betteln um Brot war oft erfolgreich, hatten doch die meisten Soldaten der Roten Armee selbst Kinder, von denen sie nicht einmal wussten, ...