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Wach auf, Gemeindevertretung, wach auf - es gibt so viel zu tun!

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Nehmen wir einmal an, also nur angenommen, unser Bürgermeister tritt zurück, oder er würde abgewählt, was nicht wenige aus vollem Herzen wünschen. Das Zweite ist noch unwahrscheinlicher.  Aber was wäre wenn? Was würde sich ändern in Ahrensfelde und für uns Einwohner? Richtig, nichts, absolut nichts. Denn nicht er allein bestimmt, was unser Leben hier, ob positiv und vor allem in den letzten Jahren negativ beeinflusst. Es ist unsere Gemeindevertretung, oder eigentlich unser Dorfparlament vor allem, das eigentlich das Sagen hat oder hätte. Jedenfalls laut Kommunalverfassung ist sie für alle Angelegenheiten in der Gemeinde verantwortlich. Aber warum kommen die Fraktionen dieser Verantwortung nicht oder nur schlecht nach? Das ist keine boshafte Unterstellung. Nehmen wir nur die aktuellen Zahlen der Anträge der Fraktionen zu denen der Verwaltung. Das Verhältnis 2025 beträgt Eins zu Sieben, wobei bei den Anträgen der Fraktionen Anträge zum gleichen Thema doppelt gestellt wurden. Selbst w...

Ich schreibe gegen Russophobie und bin doch kein Idiot Putins

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I ch bin seit Jahren so etwas, was als Betreiber einer brotlosen Kunst bezeichnet wird. Ein Schriftsteller. Nun gibt es in Deutschland kaum noch Verleger, sondern Kaufleute, die das Wohl und Wehe der Verlage bestimmen. Und so werden fast nur noch Bücher gedruckt, die schon im Ausland ein Riesenerfolg, also einen profitablen Absatz hatten. Beispiel dafür ist Harry Potter. Nein, nein, ich gönne allen Autoren, wo immer sie schreiben, jeden Erfolg. Nur ist die Überbordung mit anglo-amerikanischer Trivialliteratur eine ernst zu nehmende Sache. Es ist nicht nur ein gezielter Angriff auf deutsche Literatur und Literaten, sondern auf deutsche Kultur insgesamt, wenn ich an amerikanische Musicals, aus Amerika übernommenen Fernsehformate denke, wie "Bares für Rares", "Voice of Germany" und sogar an Musik denke, die nicht bei Pop stehenbleibt, denn zu oft wird "Happy Birthday" gesungen und "White Christmes" statt "Stille Nacht" oder "Zum Gebur...

Der Bürgerdialog geht weiter - erste Nägel mit Köpfen zwischen Grün-Weiß und Anwohner

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Wir haben uns getroffen.  Wir Bürgervertreter saßen dem Vereinsvorsitzenden Uwe Lachmann und dem Hauptsponsor Maik Pruschke des SV 1908 "Grün-Weiß" Ahrensfelde (GWA) gegenüber. Und wer den nicht kennt, dem sei gesagt, dass Herr Pruschke, geborener Ahrensfelder, ein Hauptsponsor und ein sehr erfolgreicher Unternehmer mit seiner Spedition ist, der ein großes Herz für Grün-Weiß Ahrensfelde hat. Ihm, und sicher nicht ihm allein, gefällt so Manches an meinem Blog nicht. Damit kann ich leben, denn ich schreibe ja den Blog, wie ich ihm sagte, nicht zum Gefallen von wem auch immer. Mein Blog ist eine Information und darüber hinaus meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Aber das nur nebenbei. Das hat uns aber nicht daran gehindert, gemeinsam ernsthaft und freundlich zu beraten, wie Verein und Anwohner gegenseitig achtend Probleme der Nachbarschaft lösen können. Ja, der Bürgerdialog ist also frühlingshaft wieder aktiver. Und es ging erstens vor allem darum, dass Spiele und Training au...

Ein Lektion in Basisdemokratie am Beispiel Ahrensfelde

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Naive Bürger und vor allem Schüler bis zur achten Klasse glauben reinen Herzens, dass in unserem Dorfparlament, das Gemeindevertretung heißt, die Fraktionen einen von Ideen und Argumenten getragenen Meinungsstreit um die besten Lösungen für uns Einwohner liefern. Dass dem nicht so ist, erleben Ahrensfelder auf den Besucherstühlen eigentlich regelmäßig. Bis auf Nuancen sind sich, Ausnahme die Abweichler der Fraktion "Bürger für Ahrensfelde", alle einig. Und weil sich alle im Prinzip einig sind, fehlen auch inhaltliche Debatten. Mit dem Strom schwimmen, heißt die Parole. Wer schlau ist, passt sich an. Da stimmen selbst die Grünen und die Linken vereint für umweltvernichtendes und profitbringendes Bauen auf Ackerland. Das hält man im Kopf nicht aus. Aber woher kommt diese zauberhafte und fraktionsverbindende Harmonie? Nun, die Abstimmung in der Gemeindevertretung,  da beißt die Maus keinen Faden ab, ist ein demokratisches Theater auf kleiner Bühne, fürs Protokoll und vor allem d...

Nie wieder Krieg ohne mich? - Nie wieder Krieg - ohne mich!

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Ja, der Titel klingt verwirrend und soll zum Nachdenken anregen. Es geht darum, dass ich überlebt habe, einen echten Krieg überlebt. Wir, die Generation der Kriegskinder, der vaterlosen kleinen und großen Straßenrowdies, der Buntmetall klauenden Ruinenstromer und ewig Hungrigen, wir, die Jahrgänge zwischen 1938 und 1947 sind die letzten Zeugen, die sagen können, was Krieg und Nachkrieg bedeutet.  Wir waren Bombenziele und Kinder ohne Zukunft, denn wir lebten von einem Tag auf dem anderen.  Meine Generation ist vom Krieg gezeichnet, physisch und psychisch, eine Generation der vermännlichten Mütter, eine Generation ohne Väter, eine Generation des Hungers und der Entbehrung. Das durchlebte Leid hat sich an uns geheftet und wir mussten damit leben, um leben zu können. Und es hat uns stark gemacht. Wir haben verzweifelt das Glück gesucht und die Liebe, die wir lange entbehren mussten, wo wir sie am meisten gebraucht hätten. Nur wir Kinder waren vielfach der Grund, dass unsere Mütte...

Ahrensfeldes Gymnasium lässt bitten - bis zur Hochschulreife?

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Im Herbst soll das Gymnasium in der Gemeinde Ahrensfelde zunächst in provisorischen Modulen, seinen Lehrbetrieb beginnen. Damit geht ein Wunsch vieler Eltern mit schulpflichtigen Kindern und der Traum des Bürgermeisters in Erfüllung. Wilfried Gehrke jubelte, Ahrensdelde ist nun Schulgemeinde. Wie das? Hatte Ahrensfelde nie eine Schule und in jüngster Zeit auch die Grundschule in Blumberg und mit Docemus sogar ein Gymnasium? Lassen wir solche Spitzfindigkeiten, auch dass das Provisorium dem Steuerzahler zusätzliche 8,9 Millionen Euro kostet. Wir haben es ja im Kreis Barnim, oder nicht? Die Märkische Oderzeitung schreibt, dass " erhebliche Millionenlöcher im Haushalt überbrückt werden"  müssen. Nicht aber unter den Tisch fallen lassen kann ich, dass die Entscheidung für den Schulstandort Ahrensfelde gegen Werneuchen auch oder vor allem durch die Nähe der Schule zum Bahnhof Ahrensfelde Friedhof der Regionalbahn 25. liegt. Nun, davon ist Lindenberg meilenweit entfernt. Und eine ...

Neues aus der Provinz - zu den Kuriositäten um das Bauprojekt Birkholzer Allee

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Zur Erinnerung: Die Lindenberger hatten in Mehrheit das Bauprojekt Birkholzer Allee abgelehnt. Das wurde aber offiziell bestritten und es wurden Vorwürfe konstruiert, dass auch Bürger aus anderen Ortsteilen bei der Online-Umfrage mitgestimmt hätten. So wurde das Ergebnis kurzerhand so gerechnet, wie es die Verwaltung und der Investor wollten. Das Votum gegen weiteren Siedlungsbau lag nicht etwa daran, dass Investor Winter ein CDU-Parteifreund von Bürgermeister Gehrke ist. Nein, auch ich habe bei einem Gespräch mit Herrn Winter dem als Sachkundiger Einwohner des Bauausschusses gegen das Projekt eine Reihe Fakten aufgeführt, die auch die Lindenberger zu ihrer Entscheidung bewegten. Da ist erstens das Argument zu nennen, dass dieser Siedlungsbau auf Ackerland erfolgen soll. Boden ist ein schützenswertes Gut, dient dem Klima, dem Wasserhaushalt und natürlich dem Anbau von Futter oder Lebensmitteln. Ist das allein schon Grund genug, liegt der Siedlungsbau zweitens in der Frischluftschneise...