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Neues aus der Provinz - Ahrensfelde im Leerlauf?

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  Gut, auch wenn der Hauptausschuss nicht tagt, wird Ahrensfelde nicht untergehen, rebelliert kein Einwohner, verwaltet die Verwaltung, was verwaltet werden muss. Und dennoch frage ich mich, warum der Hauptausschuss, das wichtigste Gremium nach der Gemeindevertretung, in sechs Monaten dreimal ausgefallen ist. Arbeitsverweigerung oder schon Amtsmüdigkeit der Vorsitzenden CDU-Politikerin Hübner? Vielleicht oder auch nicht. Der Finanzausschuss lässt auch alle Fünfe gerade sein. Und auch die Tagesordnungen der Gemeindevertretung zeigen bis auf Beschlüsse zum Siedlungsbau der evangelischen Kirche entlang der Lindenberger Straße und für die Sporthalle des künftigen Gymnasiums und für Grün-Weiß einen gewissen kommunalpolitischen Leerlauf. Es knirscht im Getriebe. Das Reservoir an großen und selbst kleinen Ideen für ein lebens- und liebenswertes Ahrensfelde scheint erschöpft.  Wenn ich unsere Gemeinde mit einem Auto vergleiche, so läuft er Motor weder rund, noch liegt ein Gang drin un...

Neues aus der Provinz - 700 Jahre Mehrow - Tradition und mehr

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Im nächsten Jahr feiert das kleine Dorf Mehrow sein 700 Jubiläum der Gründung, denn am 12. Mai 1327 tauchte es zum ersten mal in den Chroniken auf. Und zwar als Ritterlehen eines Alvericus von Snettingen. Er hatte es wohl für seien militärischen Dienste unter Ludwig I. erhalten, der damals Markgraf von Brandenburg war. Um diese Zeit noch minderjährig, Ludwig war 1315 geboren, verwaltete die Markgrafschaft sein Vormund Graf Berthold VII. von Henneberg. Damals dominierte hier die Landwirtschaft, eigentlich gab es bis auf einige Zieleien kaum ein anderen Broterwerb. Viele Dörfer in Brandenburg sind unter seiner Herrschaft erstmals urkundlich erwähnt, da die Mark strukturiert und erfasst wurde. So ist es kein Wunder, dass auch unser Lindenberg in den Chroniken ebenfalls 1327  erstmals schriftlich auftauchte. Aber das nur nebenbei. Mehrow hat seinen Ortschronisten und mehr Hobbyhistoriker, die die Geschichte ihres Dorfes besser kennen und nun alle Hände und Hirne voll zu tun haben, die ...

Kein Interesse der Fraktionen mehr am Bürgerdialog - nicht mit uns

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  Der Bürgerdialog, mit ehrlicher Absicht, aber auch mit soviel Getue und Scheininteresse gestartet, schien in den letzten Zügen zu liegen. Nein, noch nicht wegen ergebnisreicher Beendigung, das Lärmschutzgutachten soll erst im Juni vorliegen, sondern weil bisher nicht eine einzige Fraktion es für nötig und keinesfalls rufschädigend hielt, ernsthaft mit den Anwohnern und ihren Sprechern Kontakt aufzunehmen. Nicht nach den Stand der Dinge zu fragen, ob geholfen werden kann oder sogar die Sache in der Gemeindevertretung am Laufenden zu halten. Das Interesse ist gleich Null. Von einem Dialog ist keine Rede. An Überarbeitung kann es nicht liegen, wie die oft kurzen und inhaltsleeren Tagesordnungen belegen. Im Kontakt mit der Verwaltung und direkt mit dem für das Schallgutachten verantwortliche Ingenieurbüro Genest, haben wir Sprecher der Anwohner die vorhandenen Vorlagen und Messungen überprüft, korrigiert und Ergänzungen eingebracht, um das Gutachten so realitätsnah wie möglich für ei...

Reservisten nur bis 70 zum Dienst, für mich glatt Altersdiskriminierung (Achtung Satire)

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Ich bin vor 64 Jahren in die Reserve entlassen worden. Immerhin als Feldwebel und damit mit einem weit höheren Dienstgrad als Oberfgefreite Pistorius (SPD - MdB ). Und der wurde sogar Verteidigungsminister. Ich habe ganz gut auf Pappkameraden geschossen, mir die Schützenschnur um die Achsel schlingen dürfen. Ich kann den Kompanieflur mit der Zahnbürste reinigen, vertrage jede Art von Kasernenessen, weil Kukident die Prothese hält, selbst wenn mir angesichts des Feindes die Zähne klappern sollten. Ich bin drillerfahren und kann mich gut in gebückter Haltung im Gelände bewegen, weil es in der Wirbelsäule und in den Knien knirscht. Nur beim Strammstehen klappt es ja nicht mehr so ganz. Und für die Sturmbahn gibt es ja, wie beim deutschen Sportabzeichen, sicher einen Altersbonus. Ausserdem möchte ich darauf hinweisen, dass der 15. Juni der internationale UNESCO Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen ist. Und ein weiterer Übernahmegrund in den aktiven Dienst ist, ich kenne die Russ...

Neues aus der Provinz: Sind wir die Kaputtmacher der Umwelt? - Es scheint so!

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  Na ja, der evangelische Kirche, die die EKBO-Siedlung entlang der Lindenberger Straße bauen wird, können wir es nicht in die Schuhe schieben. Unsere Gemeindevertretung hat letztendlich den Bauplan beschlossen, das "Juwel" der Planung. Ich hätte mich totlachen können über den Vergleich mit einem Edelstein, wenn es nicht so traurig wäre. Natürlich müssen Kompromisse und Abwägungen geschlossen werden. Keine leichte Aufgabe. Aber deshalb muss doch nicht mit dem Bulldozer in ein einzigartiges Habitat gerammelt und Sägekommandos in das Wäldchen losgeschickt werden. Was da an geschützten Pflanzen und Tieren kaputt und plattgemacht wird, lässt doch die Frage zu, nein erzwingt sie geradezu, ob dieses Bauprojekt der Mühe wert ist oder überhaupt beschlossen werden durfte. Apropos durfte, die naturrechtlichen Ausgleichmaßnahmen erscheinen mir dürftig wenn nicht unsinnig, wenn ich allein an die Umsiedlung der Feldlerchen bei der Bonanva-Siedlung denke und die bedauernswerten Zauneidec...

Jenseits von Kahnfahrten und sauren Gurken - Bürgerprotest im Spreewald

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Die Spreewälder sind zurückhaltende, aber freundliche und naturverbundene Leute. Sie leben nicht nur von sauren Gurken und Meerrettich, sondern viele von ihnen vom Tourismus. Und der wiederum von der einzigartigen Landschaft, dem  UNESCO-Biosphärenreservat. Diese geschützte Auenlandschaft hat ein Netz von ungezählten Fließen um die Spree und erstreckt sich über 970 Kilometer.  Entstanden aus eiszeitlichen Schmelzwasserrinnen, bietet dieses Binnendelta eine naturnahe Idylle für Kahnfahrten, Paddeltouren und Radwegen zu kleinen Siedlungen oder nur mit Kähnen erreichbaren, verstreuten Gehöften  auf Sandinseln, Leipe, Lehde oder Kaupen in sorbischer Tradition. Und nun gibt es Aufruhr zwischen Lübben und Lübbenau. Die Ausflügler auf den Kähnen lesen unterwegs mitten im Wald immer wieder für sie unverständliche Losungen wie "SpreeWald statt Wildnis!"  Der Grund, die Landesregierung von Brandenburg will 450 Hektar, immerhin 10 Prozent des 350 Jahre alten Kulturwaldes des Ob...

Neues aus der Provinz: Ahrensfelde und eine Milchmädchenrechnung bei Bauprojekten

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Um es gleich vorweg zu sagen, es geht hier nicht um Geschenke.  Bei jedem Beschluss zu Städtebaulichen Verträgen muss die Kostenfrage gestellt werden. In der Zeit knapper Kassen hat Frau Hübner von der CDU jüngst vorgeschlagen, alle Anträge, die mit   hohen  Kosten verbunden sind, zurückzustellen oder abzulehnen. Nun wurde in der Aprilsitzung der Gemeindevertretung der Städtebauliche Vertrag  gemäß § 11 BauGB zur Regelung der inneren und äußeren Erschließung des Bebauungsplangebietes "Ulmenallee", Ortsteil Ahrensfelde  zwischen der Gemeinde und der  KIM Projektentwicklung Ahrensfelde GmbH  sowie  mit der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz beschlossen. Immer wird nach den finanziellen Auswirkungen für die Gemeinde gefragt, wie auch hier. Und da steht im Beschlussantrag: Nein! Ist das eine Milchmädchenrechnung? Ja, das ist eine Milchmädchenrechnung!  Der Begriff Milchmädchenrechnung soll von der Fabel La Fontain...