Der 21. März - Welttag der Poesie - Spache in ihrer schönsten Form
Erst las ich mit oft angehaltenem Atem die Balladen von Goethe und Schiller. Später fesselte mich Heine, dessen "Buch der Lieder" neben Puschkins Gedichte meine Lieblingsliteratur bis heute ist. Immer, wenn ich vom Trübsal des Alltags und den unerwünschten Segnungen des Alters in den Rausch der Erinnerungen flüchte. Meine eigene Lyrik ist eine Sammelsurium von Wünschen, Träumen und Erlebnissen. Sie belegt, dass der unstillbare Wunsch nach Schönheit und Liebe zu Zeiten fast den Charakter von Wahnsinn annimmt. Die Erinnerung an ein aus vollen Zügen gelebtes, gestaltetes und natürlich geliebtes Leben gehört zu den schönsten Beschäftigungen eines Prosaisten. Und es ist eine unwiderlegbare Tatsache, dass sich die erste Liebe, der erste Kuss und die erste Nacht zu zweit so tief ins Herz der Erinnerung eingeprägt haben, wie ein Siegel ins Wachs. Ein jeder Dichter, und sei sein Acker noch so klein und von Steinen übersät, versucht dort Rosen und Lorbeer zu züchten, wo Disteln wa...