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Ein Glück - die Gemeindevertretung hat so gut wie nichts Problematisches beschlossen

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Wieso Glück, habe ich nicht immer angemahnt, dass die Gemeindevertretung aktiver Probleme angeht. Richtig. Aber inzwischen atme ich regelrecht auf, wenn keine problematischen Beschlüsse gefasst werden. Natürlich braucht unsere Gemeinde Lösungen für die Entwicklung, sie braucht Visionen und Zukunftsperspektiven. Aber wenn das Ausbleiben von Entscheidungen von mir als gute Nachricht gefeiert wird, dann spricht das nicht gerade für unsere Vertreter im Dorfparlament.  Denn in den vergangenen Beratungen wurden Beschlüsse gefasst, die das Leben in der Gemeinde nicht gerade besser machen. Es wurde im Mai der Startschuss zum Bauvorhaben der evangelischen Kirche EKBO entlang der Lindenberger Straße gegeben. Für die Glaubensgemeinschaft vielleicht ein Grund zum Feiern, für uns Selters statt Sekt. Land- und Forstwirtschaft protestierten gegen die Versiegelung von Ackerland, gegen Abholzung eines Wäldchens und Umweltverbände gegen die Vernichtung eines Habitats von geschützten Pflanzen und Tie...

Am 85. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion

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Neues aus der Provinz - ein Symposium wie ein schlechter Urania-Vortrag

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  Also meine Geduld und Disziplin wurde auf eine harte Probe gestellt. Ja, weil ich mit großen Erwartungen, wie viele Ahrensfelder auch, zu einem Symposium über 50 Jahre Gartendenkmäler, zu denen der Lenné-Park ohne Zweifel gehört, gekommen war. Aber zuerst das absolut Positive, eine Fotoausstellung von Jochen Wünsche, ein leidenschaftlicher Naturfotograf, der vielen auch als Vater des Schlossparks bekannt ist. Denn es sind fast genau auch 50 Jahre her, dass der diplomierte Gartenbauer den von Lenné einst entworfenen Landschaftspark mit vielen ehrenamtlichen Helfern, zu denen seit 15 Jahren auch die für Umwelt Verantwortliche in der Verwaltung tätige Frau Erbe gehört, in seine Obhut nahm.  Auch sein  Überblick über das Werden und Wachsen des Parks wäre ein guter Auftakt für ein Symposium gewesen, doch es fehlte einfach an Fachkennern der Materie. Aus Potsdam angereist war zwar die Diplom-Ingenieurin Sarah Wiesner, die in der Landesregierung für  Gartendenkmalpflege, ...

Neues aus der Provinz - Goetheviertel im Dauerlärmstress

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Es geht weiter, immer weiter. Jubel, Trubel, Feuerwerk bei Grün-Weiß - was gehen uns die Anwohner an? Es vergehen kaum Tage, da ist, egal ob Ruhezeiten oder sogar Nachtruhe, auf den Grün-Weiß Sportplätzen Remmidemmi. Sonntags sind angeblich keine Trainingszeiten, aber wer bolzt da früh um acht und nach achtzehn Uhr? Und wer feiert bis fast zum Sonnenaufgang und  raubt den Anwohnern den Schlaf? Was Sportchef Lachmann versprochen, wird immer wieder gebrochen. Von dem Bestreben, wie die mit dem Verein verbundene und dennoch im Dialog versucht objektive Ortsvorsteherin Frau Karger schreibt, keine Spur: "Der Verein und seine Fußballabteilungen setzen bereits zahlreiche Maßnahmen um und sind an einem guten und respektvollen Miteinander mit den Anwohnern ausdrücklich interessiert. " Da möchte ich mit Goethes Faust sagen: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." Am Wochenende sei das Ordnungsamt nicht besetzt und die Polizei für Anzeigen zuständig. Das wi...

Notizen aus der Provinz - heute aus Ahrensfelde: Immer wieder montags

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Wir sind im  Krieg, als Waffenlieferant für Israel und die Ukraine, sagen Politiker und andere dass wir uns auf einen Krieg vorbereiten müssen, vor allem gegen Russland. Und jeden Montag an der Kreuzung Dorfstraße Ecke Lindenberger gibt es Menschen, ich sage ein Häuflein der Aufrechten, die sagen, wir müssen endlich aufwachen und Kriege zu verhindern. Leute, Nachbarn, die protestieren, demonstrieren mit Transparenten, selbstgeschriebenen Losungen und der blauen Fahne mit der Friedenstaube, die auch jeden Montag von der Kirchenmauer grüßt.  So oft ich kann, sind meine Frau und ich dabei. Der Platz ist gut gewählt, denn an uns vorbei fahren sehr viele Autos, es ist Feierabendverkehr. Und ihre Reaktionen sind vielfältig. Die Mehrzahl fährt ohne Reaktion vorbei. Andere machen das Siegeszeichen V, heben den Daumen, getrauen sich zu hupen als Zeichen der Solidarität und Bewunderung. Andere machen  den Scheibenwischer oder obszöne Gesten. Eine Widerspiegelung der vielfältigsten ...

Die UNESCO feiert ihn noch, den Tag der russischen Sprache am 6. Juni

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Also schon mein Opa, ein weitgereister Seemann, hat gesagt, es ist immer von Vorteil, fremde Sprachen zu kennen. Meinem Vater hätte das kaum genützt, wenn er "ruki werch" verstanden hätte, also "Hände hoch"! Panzer und Artillerie sprechen eine tödliche unmissverständliche Sprache. Ich aber habe schon als fünfjähriger Berliner Junge, pfiffig wie nur die Berliner Gören sind, den Nutzen von Fremdsprachen begriffen. Bei den amerikanischen Soldaten "give me please a piece of chewing gum", denn ein Kaugummi  betäubte das Gefühl des Hungers. Und die GI's lachten über den blonden little Naziboy, der einige Brocken englisch sprach. Bei den Russen an der Feldküche, deren verführerischen Duft ich schon von Weitem wahrnahm, jammerte ich ehrlich und ein wenig theatralisch:  " Я голоден; пожалуйста, дайте мне хлеба." Das Betteln um Brot war oft erfolgreich, hatten doch die meisten Soldaten der Roten Armee selbst Kinder, von denen sie nicht einmal wussten, ...

Neues aus der Provinz - Ahrensfelde im Leerlauf?

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  Gut, auch wenn der Hauptausschuss nicht tagt, wird Ahrensfelde nicht untergehen, rebelliert kein Einwohner, verwaltet die Verwaltung, was verwaltet werden muss. Und dennoch frage ich mich, warum der Hauptausschuss, das wichtigste Gremium nach der Gemeindevertretung, in sechs Monaten dreimal ausgefallen ist. Arbeitsverweigerung oder schon Amtsmüdigkeit der Vorsitzenden CDU-Politikerin Hübner? Vielleicht oder auch nicht. Der Finanzausschuss lässt auch alle Fünfe gerade sein. Und auch die Tagesordnungen der Gemeindevertretung zeigen bis auf Beschlüsse zum Siedlungsbau der evangelischen Kirche entlang der Lindenberger Straße und für die Sporthalle des künftigen Gymnasiums und für Grün-Weiß einen gewissen kommunalpolitischen Leerlauf. Es knirscht im Getriebe. Das Reservoir an großen und selbst kleinen Ideen für ein lebens- und liebenswertes Ahrensfelde scheint erschöpft.  Wenn ich unsere Gemeinde mit einem Auto vergleiche, so läuft er Motor weder rund, noch liegt ein Gang drin un...