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Offene Worte zu offenen Worten der Linken in Barnim

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Obwohl klar und deutlich über meinem Postkasten zu lesen steht: Bitte keine Werbung , landet hin und wieder politische Werbung bei mir. So auch das Blättchen der Linken in Barnim "Offene Worte". Und als Journalist werfe ich ein gedrucktes Papierchen nicht gleich in die blaue Tonne, sondern schaue nach, was da so geschrieben steht. Und das war aufschlussreich. Da machen die Linken für einen SPD-Landrat Wahlreklame, putzen ihm die Klinken. Schlimm genug, dass sie keinen eigenen Kandidaten haben, aber noch böser, was sie unter Wahl verstehen. Wahl heißt doch Auswahl, aber da haben die Genossen die DDR-Zeit noch nicht ganz verarbeitet. Das steht doch tatsächlich: "Sie haben die Wahl: Daniel Kurth" Hat mich das noch zum Schmunzeln gebracht, lief mir beim Artikelchen unserer Gemeindevertreterin Emmrich, die schon wegoperierte Galle über. Nach den Kommunalwahlen schrumpfte die Fraktion der Linken bei uns auf sie allein und der Grund kann auch in so einem Machwerk liegen. ...

Der 21. März - Welttag der Poesie - Spache in ihrer schönsten Form

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  Erst las ich  mit oft angehaltenem Atem die Balladen von Goethe und Schiller. Später fesselte mich Heine, dessen "Buch der Lieder" neben Puschkins Gedichte meine Lieblingsliteratur bis heute ist. Immer, wenn ich vom Trübsal des Alltags und den unerwünschten Segnungen des Alters in den Rausch der Erinnerungen flüchte. Meine eigene Lyrik ist eine Sammelsurium von Wünschen, Träumen und Erlebnissen. Sie belegt, dass der unstillbare Wunsch nach Schönheit und Liebe zu Zeiten fast den Charakter von Wahnsinn annimmt. Die Erinnerung an ein aus vollen Zügen gelebtes, gestaltetes und natürlich geliebtes Leben gehört zu den schönsten Beschäftigungen eines Prosaisten. Und es ist eine unwiderlegbare Tatsache, dass sich die erste Liebe, der erste Kuss und die erste Nacht zu zweit so tief ins Herz der Erinnerung eingeprägt haben, wie ein Siegel ins Wachs. Ein jeder Dichter, und sei sein Acker noch so klein und von Steinen übersät, versucht dort Rosen und Lorbeer zu züchten, wo Disteln wa...

Erfolg für "Bürger für Ahrensfelde" - der Behindertenbeirat kommt

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Der Jubel hält sich bei mir in Grenzen. Denn ein Senioren- und Behindertenbeirat, für den ich mich lange engagierte, würde wohl für Verwaltung und Gemeindevertretung zu viel demokratische Mitsprache bedeuten. Also entschieden sich alle Fraktionen endlich, der Initiative der konstruktiven und ungeliebten Oppositionsfraktion "Bürger für Ahrensfelde" mit Zähneknirschen und Spitzfindigkeiten zuzustimmen. Denn wer kann schon etwas dagegen haben, Einwohnern mit Handicap eine Interessenvertretung zu verwehren ohne selbst Schaden zu nehmen. Gewählt werden soll der Beirat nicht, das wäre zu viel Unabhängigkeit. Die Sache soll dennoch demokratisch aussehen, jedenfalls  demokratischer, als damals die Benennung der Seniorenbeauftragten durch die Ortsbeiräte. Die haben eigentlich keine Rechte und Pflichten laut Kommunalverfassung, aber in Ahrensfelde verwalten sie dennoch die Gelder, die für die Arbeit der Senioren zur Verfügung stehen. Das ist seltsam und sicher nicht ganz koscher. Ja, A...

Wach auf, Gemeindevertretung, wach auf - es gibt so viel zu tun!

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Nehmen wir einmal an, also nur angenommen, unser Bürgermeister tritt zurück, oder er würde abgewählt, was nicht wenige aus vollem Herzen wünschen. Das Zweite ist noch unwahrscheinlicher.  Aber was wäre wenn? Was würde sich ändern in Ahrensfelde und für uns Einwohner? Richtig, nichts, absolut nichts. Denn nicht er allein bestimmt, was unser Leben hier, ob positiv und vor allem in den letzten Jahren negativ beeinflusst. Es ist unsere Gemeindevertretung, oder eigentlich unser Dorfparlament vor allem, das eigentlich das Sagen hat oder hätte. Jedenfalls laut Kommunalverfassung ist sie für alle Angelegenheiten in der Gemeinde verantwortlich. Aber warum kommen die Fraktionen dieser Verantwortung nicht oder nur schlecht nach? Das ist keine boshafte Unterstellung. Nehmen wir nur die aktuellen Zahlen der Anträge der Fraktionen zu denen der Verwaltung. Das Verhältnis 2025 beträgt Eins zu Sieben, wobei bei den Anträgen der Fraktionen Anträge zum gleichen Thema doppelt gestellt wurden. Selbst w...

Ich schreibe gegen Russophobie und bin doch kein Idiot Putins

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I ch bin seit Jahren so etwas, was als Betreiber einer brotlosen Kunst bezeichnet wird. Ein Schriftsteller. Nun gibt es in Deutschland kaum noch Verleger, sondern Kaufleute, die das Wohl und Wehe der Verlage bestimmen. Und so werden fast nur noch Bücher gedruckt, die schon im Ausland ein Riesenerfolg, also einen profitablen Absatz hatten. Beispiel dafür ist Harry Potter. Nein, nein, ich gönne allen Autoren, wo immer sie schreiben, jeden Erfolg. Nur ist die Überbordung mit anglo-amerikanischer Trivialliteratur eine ernst zu nehmende Sache. Es ist nicht nur ein gezielter Angriff auf deutsche Literatur und Literaten, sondern auf deutsche Kultur insgesamt, wenn ich an amerikanische Musicals, aus Amerika übernommenen Fernsehformate denke, wie "Bares für Rares", "Voice of Germany" und sogar an Musik denke, die nicht bei Pop stehenbleibt, denn zu oft wird "Happy Birthday" gesungen und "White Christmes" statt "Stille Nacht" oder "Zum Gebur...

Der Bürgerdialog geht weiter - erste Nägel mit Köpfen zwischen Grün-Weiß und Anwohner

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Wir haben uns getroffen.  Wir Bürgervertreter saßen dem Vereinsvorsitzenden Uwe Lachmann und dem Hauptsponsor Maik Pruschke des SV 1908 "Grün-Weiß" Ahrensfelde (GWA) gegenüber. Und wer den nicht kennt, dem sei gesagt, dass Herr Pruschke, geborener Ahrensfelder, ein Hauptsponsor und ein sehr erfolgreicher Unternehmer mit seiner Spedition ist, der ein großes Herz für Grün-Weiß Ahrensfelde hat. Ihm, und sicher nicht ihm allein, gefällt so Manches an meinem Blog nicht. Damit kann ich leben, denn ich schreibe ja den Blog, wie ich ihm sagte, nicht zum Gefallen von wem auch immer. Mein Blog ist eine Information und darüber hinaus meine ganz persönliche Sicht der Dinge. Aber das nur nebenbei. Das hat uns aber nicht daran gehindert, gemeinsam ernsthaft und freundlich zu beraten, wie Verein und Anwohner gegenseitig achtend Probleme der Nachbarschaft lösen können. Ja, der Bürgerdialog ist also frühlingshaft wieder aktiver. Und es ging erstens vor allem darum, dass Spiele und Training au...

Ein Lektion in Basisdemokratie am Beispiel Ahrensfelde

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Naive Bürger und vor allem Schüler bis zur achten Klasse glauben reinen Herzens, dass in unserem Dorfparlament, das Gemeindevertretung heißt, die Fraktionen einen von Ideen und Argumenten getragenen Meinungsstreit um die besten Lösungen für uns Einwohner liefern. Dass dem nicht so ist, erleben Ahrensfelder auf den Besucherstühlen eigentlich regelmäßig. Bis auf Nuancen sind sich, Ausnahme die Abweichler der Fraktion "Bürger für Ahrensfelde", alle einig. Und weil sich alle im Prinzip einig sind, fehlen auch inhaltliche Debatten. Mit dem Strom schwimmen, heißt die Parole. Wer schlau ist, passt sich an. Da stimmen selbst die Grünen und die Linken vereint für umweltvernichtendes und profitbringendes Bauen auf Ackerland. Das hält man im Kopf nicht aus. Aber woher kommt diese zauberhafte und fraktionsverbindende Harmonie? Nun, die Abstimmung in der Gemeindevertretung,  da beißt die Maus keinen Faden ab, ist ein demokratisches Theater auf kleiner Bühne, fürs Protokoll und vor allem d...