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Ahrensfelde feiert den Tag seiner Befreiung, oder auch nicht?

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  Am 21. April 1945 haben die Truppen der Roten Armee Einzug in Ahrensfelde gehhalten. Für viele war es eine Befreiung von der Nazibarbarei, vom Zwang, in den Krieg zu ziehen und der Angst, Gedanken laut zu äußern. Andere wussten nicht, was sie nun glauben und tun sollten, denn zwölf Jahre war in ihre Köpfe gehämmert worden, dass sie auserwählt waren als eine Rasse, die über allen anderen steht und ihr größter Feind das Weltjudentum wäre und die Untermenschen der Bolschewiki im Osten. Und nun waren sie da, diese Untermenschen, die genau so aussahen wie sie selbst, nur ein bisschen verwahrloster nach den Kämpfen und fremder, nicht nur wegen der unverständlichen rauen Sprache. Und sie rauchten ein Zeug, von dem die Mücken tot zur Erde fielen, Machorka. Ja und dann verteilten sie aus ihren Feldküchen Essen, auch an die, die schnell die Hakenkreuzfahne gegen ein weißes Bettlaken getauscht hatten. Und sie hatten offensichtlich ein Herz für uns Kinder und sangen schwermütige Lieder über ...

Doppelmoral der Gemeindevertretung Ahrensfelde oder was?

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Seit Jahren verhindert die Gemeindevertretung, egal in welcher illustren Zusammensetzung, ein Bürgerbudget. Also Front gemacht gegen ein Instrument der direkten Demokratie, eine Form von Bürgerbeteiligung. Einfacher gesagt, den Bürgern einen kleinen, sehr kleinen Bruchteil des Haushalts zuzubilligen, über den sie zwar nicht verfügen, aber für dessen Verwendung sie Vorschläge machen könnten. Die besten und sinnvollsten werden dann in demokratischer Abstimmung in die Planung der Gemeinde aufgenommen. So ist es in Bernau, so ist es im benachbarten Panketal und vielerorts    gang und gäbe. Nicht aber bei uns. Nun hat jüngst die Gemeindevertretung mehrheitlich ein Jugendbudget beschlossen. Die Fraktion GrünLinkes Bündnis, also die zwei abgeordneten Frauen Schenderlein und Emmrich hatten 10.000 Euro im Blick, aber das war den anderen Fraktionen nun doch zu viel. Also einigte man sich auf 1.000 Euro für die Grundschule Lindenberg und die gleiche Summe für die Grund- und Oberschule ...

Drei Jahre "Moreikes Ahrensfelde" - eine ganz persönlicher Sicht

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Na ja, ein kleines Jubiläum: 420 Posts und 67.501 Leser. Es gibt die unterschiedlichsten und auch konträren Meinungen zu meinem Blog. Begeisterte und entgeisterte Leser oder User. Und das ist gut so und beabsichtigt. Ich will einerseits für einen breiten Leserkreis in der Gemeinde berichten, die weder Zeit noch Lust haben, die Beratungen der Gemeindevertretung und ihrer Ausschüsse zu besuchen, was sich so bei uns tut. Ich empfinde das Vertrauen vieler Bürger als ein Privileg. Dass ich das aus ganz persönlicher Sicht mache, ergibt sich schon aus dem Titel des Blogs. Neben der reinen Information schaue ich auch hinter Zahlen und Beschlüsse, stelle Fragen, äußere Zweifel und erlaube mir, dank meines Alters, meiner Bildung und meiner Erfahrungen Kritiken und Vorschläge. Und all das im Rahmen der Meinungs- Presse und Informationsfreiheit. Ich frage was ist und ich sage was ist.  Ja, ich schreibe mit spitzer Feder, wenn Bürgern Informationen vorenthalten werden, wenn intransparent Beschl...

Frühjahrsmüdigkeit in Ausschüssen und Ortsbeiräten

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Der Hauptausschuss unserer Gemeinde, mit Vorsitz von Beate Hübner (CDU), soll, so die Kommunalverfassung, die Arbeit der anderen Ausschüsse koordinieren. Und das macht er in hervorragender Weise. Er ist bis heute in diesem Jahr zweimal ausgefallen und ist damit beispielgebend für den Finanz- und den Bauausschuss. Auch sie fanden genau so oft einfach kein Thema, sich zusammenzufinden. Da frage ich mich doch, gibt es eine kommunalpolitische Frühjahrsmüdigkeit?  Na, ja, mögen gebildete Ahrensfelder sagen, das Gehirn ist eben klug und es verbraucht ein Drittel der Energie des Körpers. Die spart es gern ein und deshalb ist es nur eine Widerspiegelung der allgemeinen Energiekrise in unserem Land. Aber so weit wird doch KI noch nicht gehen können, jede Möglichkeit zu nutzen, uns auf Sparflamme zu schalten. Spaß beiseite! Die Gemeindevertretung führt in allen Fragen unser liebgewordenes Ahrensfelde. Und alle die Vorlagen und Beschlüsse müssen erst einmal die Ortsbeiräte und die Ausschüsse ...

Neues aus der Provinz: Ahrensfelde - ein scheindemokratischer Dialog - aber nicht mit uns!

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Wow. Da habe ich gerade noch geschrieben, dass wir den Bürgerdialog fortsetzen werden und nun das: Wir brechen ihn ab! Wir, die Sprecher der Anwohner des Wohnpark Goethesiedlung werden ihn beenden, weil wir nicht Schachfiguren in einem scheindemokratischen Spielchen sein wollen. Was ist passiert? Im vielfachen ständigen Kontakt mit der Verwaltung und indirekt auch mit dem Ingenieurbüro GENEST, das die Schalluntersuchungen von der Lärmquelle der Grün-Weiß-Sportplätze für ein Gutachten durchführt, gibt es erhebliche Differenzen. Zugesichert, dass wir aktiv einbezogen werden, haben wir fleißig in etlichen Stunden unsere Hausarbeiten gemacht. Viele Anwohner haben uns redlich unterstützt, Daten geliefert, Beobachtungen geschrieben. So haben wir Daten und Hinweise gesammelt im naiven Glauben, sie würden in das Gutachten einfließen. Nein, nein, kein Wunschdenken, sondern reale Fakten, die aber von den Schätzungen des Ingenieursbüros und den Zuarbeiten von SV 1908 Grün-Weiß Ahrensfelde  (G...

Wann beantragt Ahrensfelde das Stadtrecht oder die Hochzeit mit Berlin?

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Das ist ironisch gemeint? Na ja, ein Körnchen Wahrheit befindet sich auch darin. Modelle gehen davon aus, dass Ahrensfelde, wegen seiner Lage im Speckgürtel von Berlin, ein interessanter Zuzugsort wäre. Auf jeden Fall zur Nähe der Hauptstadt, aber damit hätte es sich auch schon. Denn was geben die Berliner auf, wenn sie nach Ahrensfelde ziehen? Das wiegt schwer und ich weiß nicht, ob jeder Umzug einen gründlichen Faktencheck unterzogen wurde. Heute hat Ahrensfelde nach meiner letzten Nachfrage an Bürgermeister Gehrke in der Dezemberberatung der Gemeindevertretung 14.600 Einwohner. KI-Modelle gehen von bis zu 18.000 und 20.000 aus. Gut, aber dieses Modell setzt voraus, dass dafür die Infrastruktur ausreicht und hier die Umwelt noch sauber und intakt ist. Und da irrt sich die PC-Intelligenz. Durch die Besiedelung, die längst noch nicht abgeschlossen ist, steigt die private Mobilität, denn zukunftsgerechte und anspruchsvolle Arbeitsplätze sind rar. Also auf nach Berlin, dem versucht wurde...

Ein Freund, der nicht nur Farbe ins Rathaus bringt - Manfred Zemsch

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Ich bin nicht gut auf das Rathaus zu sprechen, wird immer wieder behauptet. Und das ist nicht korrekt. Ich achte und schätze die Arbeit der Mitarbeiter der Verwaltung und habe manchmal so meine Probleme mit ihrer Spitze in einigen Fragen. Aber das ist heute nicht mein Thema. Denn ich fordere Sie auf, unbedingt im Rathaus vorbei zu schauen. Ein altes Sprichwort sagt, aus dem Rathaus kommt man   klüger heraus, als man hineingegangen ist. Nun, nicht jede Bauernregel ist der Weisheit letzter Schluss. Aber auf jeden Fall kommt der Besucher, der etwas oder eigentlich nichts im Amt zu erledigen hat, in diesen Tagen beeindruckt und gut gelaunt aus unserem schönen Rathaus heraus. Und der Grund ist, weil es wunderbare Kunst zu sehen gibt. Bilder von meinem Freund Manfred Zemsch und seinen "Malweibern", die die  Rathausgänge in zwei Etagen verschönen. Seit 17 Jahren vermittelt er ihnen in Malkursen die Geheimnisse und Techniken von Farben und Formen, von Sehen und Gestalten, vom golde...