Neues aus der Provinz - die 15 Minuten Gemeinde eine Lösung?
Immer wieder höre ich Klagen, dass Ahrensfelde so unpersönlich ist. Man sei nicht aus der Marzahner Platte weggezogen, um hier das Gleiche zu erleben, absolute Anonymität, von den Nachbarn ausgenommen. Wenig Freizeitmöglichkeiten, genau so eine verschmutzte Luft und sogar mehr Lärm. Aber das ist der Fluch der eigenen Tat, der Fluch aller Dörfer im Speckgürtel von Berlin. Die Idylle, die die Stadtflüchter suchen, machen sie mit ihrem Zuzug kaputt. Sie belasten die schon ächzende Infrastruktur und weil es keine Möglichkeit gibt, das Haus durch angemessene Arbeit abzuzahlen, wird der Neu-Ahrensfelder zum Pendler, verschärft das Verkehrschaos, produziert Lärm und Feinstaub. Auch sind sind längst die Zeiten vorbei, dass in jedem Dorf eine Gaststätte florierte, in der die Vereinssitzungen und Familienfeste stattfanden und jeden Sonnabend Tanz. Natürlich gab es auch einen Dorfladen, der alles führte, was für den Alltag so gebraucht wurde, vom eingelegten Hering bis zu Nägeln, von frische...