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Aus der Provinz nach New York geschaut - eine persönliche Nachbetrachtung

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  Heute schaue ich wieder über den Tellerrand unserer Barnimer Heimat, weil etwas Bahnbrechendes in Sachen Krieg und Frieden hätte passieren können. Ist aber nicht! Ja, Wadephul hat es gewagt. Wagen müssen? Am Rande der UN-Generaldebatte hat unser Außenminister Wadephul die Ungeheuerlichkeit begangen, nach viereinhalb Jahren der Weigerung der deutschen Außenpolitik, direkte diplomatische Kanäle mit Russland offen zu halten, Jahre der eisigen Stille, sich mit dem russischen Chefdiplomaten Lawrow zu treffen. Auf Initiative Deutschlands. Damit sind alle die Politiker und Abgeordnete unseres Landes rehabilitiert, die nach St. Petersburg zum Petersburger Dialog, zum Wirtschaftsforum oder zum Tag des Sieges nach Moskau gereist sind und als vaterlandslose Gesellen beschimpft wurden. "Mit Gegnern muss man verhandeln" , so ein neuer Ton von Wadephul.   Ja, die Lage im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ist ernst und spitzt sich zu. Der Eskalationsdruck ist kaum noch zu erhöhe...

Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch TV und Radio RBB bringen das Projekt Ortsumfahrung Ahrensfelde nicht weiter

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Die B 158 neu und kein absehbares Ende. Jetzt kam sogar der Rundfunk Berlin Brandenburg nach Ahrensfelde und der blaue Robur aus DDR-Zeiten soll Zuschauernähe des öffentlich rechtlichen Rundfunks beweisen. Am  22. September war er, wie angekündigt, in Ahrensfelde zu Gast. Im Mittelpunkt stand die seit vielen Jahren diskutierte Ortsumgehung der B158 und die Frage, wie eine wirksame Entlastung für Ahrensfelde erreicht werden kann. So jedenfalls die Aussage des regionalen Senders. Dass unterschiedliche Perspektiven auf das Vorhaben zu Wort kamen, ist eine freundliche Auslegung dessen, was wirklich stattfand. Die Verantwortlichen für das Verfahren, die Stadt Berlin und das Land Brandenburg hielten es nicht für nötig, auch nur einen kleinen Mitarbeiter zu dieser Publikumsveranstaltung zu schicken.  Und so blieb man unter sich, alle, die in dieser Frage nichts zu entscheiden haben. Der Landrat Barnims, Kurth (SPD) stellte sich weniger den Fragen des RBB und der Bürgerinnen und Bürge...

Neues aus der Provinz - Dialoge mit den Bürgern Mangelware in Ahrensfelde, aber notwendig

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    Ja, die AfD macht ja schon seit langem Bürgerdialoge, so neu und so selten  ist dieser Kontakt zwischen Bürgern und Lokalpolitikern nicht. Also ich war bei den "Bürgerdialogen" der AfD, bei denen sogar Bundestagsabgeordnete nach Ahrensfelde gekommen waren. Die hatten keine Ahnung, was hier los ist, ja kaum, dass es Ahrensfelde gibt, wenn nicht der Fraktionsvorsitzende der AfD in der Gemeindevertretung gesagt hätte, dass es hier ein großes Wählerpotential gäbe. Und so kamen sie, um sich zu präsentieren und die Positionen der Partei in der Republik und im Land Brandenburg zu erläutern, also Propaganda zu betreiben.  Dialog um Ahrensfelde und seine Bürger und ihre Sorgen und Wünsche, Probleme und Wege zu Lösungen, Fehlanzeige. Denn die Leute hatten Null Ahnung und offensichtlich auch kein Interesse, zu wissen, was die Ahrensfelder bewegt. Alles nur Schaufensterveranstaltungen.  Nun hatten an einem schönen September-Spätsommermittag, die Zeit war schon nicht so ...

Die Ahrensfelder Kirche lässt weiße Tauben fliegen - nicht nur zum Weltfriedenstag am 20. September

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Ist das etwas Besonderes, wenn eine Kirche Zeichen des Friedensgebotes der Lehre Christi setzt? Aber immer! In der Zeit der Hochrüstung und Kriegstüchtigkeit, die Politik und Medien predigen, unbedingt und mutig und vor allem christlich. Nicht aus Naivität und radikalem Pazifismus, sondern aus der Menschen Grundsehnsucht nach Frieden und im Bewusstsein der möglichen Katastrophe für die Welt und alles, was Gott geschaffen hat. Wer immer hier montags die Taube an der Friedhofsmauer gegenüber dem Rathaus  fliegen lässt, wer auch am Pfarrhaus in der Dorfstraße das Transparent mit dem Bibelzitat aufgehängt hat, es erinnert an die Losung der friedlichen Revolution in der DDR: Schwerter zu Pflugscharen. Wo aber bleibt bei diesem Rüstungswahnsinn der Protest der Smartphon-Generation? Wenn es in der Bergpredig heißt, "Selig, die Frieden stiften" , so ist der Umkehrschluss, dass die Christdemokraten Merz, Wadephul und Kiesewetter unselig und verdammt sind und dereinst im Fegefeuer verg...

Drei Anträge für die Beratung der Gemeindevertretung zum Nachdenken, Weinen und Lachen

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  Ja, ich hatte hier schon ein anderes Thema vorbereitet, doch die aktuellen Ereignisse haben mich eingeholt. Und wie! Unsere Gemeindevertretung tagt am Montag und ich hatte schon jetzt Tränen in den Augen vor Lachen und vor Empörung. Drei Anträge der Fraktionen liegen auf dem Tisch unseres Gemeindeparlaments. Zuerst der lustige Teil. Es ist kaum zu glauben, aber die Fraktion Ahrensfelder Wählergemeinschaft mit ihrem Anhänger Bürgerverein Eiche hat doch tatsächlich den Antrag gestellt, eine Umfrage zur Namensgebung des Rathausplatzes zu beschließen. Ja, des kahlen, hellgrauen Feinschotterplatzes hinter dem Rathaus. Das wäre Schilda würdig gewesen, wenn es denn diese Stadt der einfältigen Ratsleute wirklich gegeben hätte. Unsere Abgeordneten könnten sie noch toppen. Ach Leute, als hätten wir keine anderen Probleme. Anstatt den Platz erst einmal würdig umzugestalten als baumbestandene und mit Sträuchern geschmückte und freundliche Ruhe-Oase, mit Bänken und von mir aus auch mit einem ...

Neues aus der Provinz - Demokratie geht auch in Ahrensfelde nur mit den Menschen

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  Der 15. September ist ein besonderes Datum, der von der UNESCO ausgerufene Internationale Tag der Demokratie . Nun stimme ich nicht in den von den Machtpolitikern dirigierten Chor ein, dass die Demokratie in Gefahr wäre und verteidigt werden muss. Sie wollen ihre Macht verteidigen und haben mit echter Demokratie, also Volksherrschaft so wenig am Hut, wie ein Porschefahrer mit einem grünen Tempolimit auf den Autobahnen. Unsere Demokratie durch Wahlen hat in Deutschland immer zu einer Oligarchie, das heißt der Herrschaft einiger Weniger, einer Elite geführt. Das ist das Dilemma unserer Demokratie. Ja, wir haben in Deutschland eine repräsentative Demokratie, wobei die Frage gestattet sein darf, wer von wem wie repräsentiert wird? Merz und seine Regierung lehnt der Großteil der Deutschen ab. Das heißt  auch in Ahrensfelde, dass wir auf Gedeih und Verderben für vier Jahre den Leuten ausgeliefert sind, die von Parteien und Wahlbündnissen in die Gemeindevertretung geschickt worden ...

Neues aus der Provinz - die 15 Minuten Gemeinde eine Lösung?

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Immer wieder höre ich Klagen, dass Ahrensfelde so unpersönlich ist. Man sei nicht aus der Marzahner Platte weggezogen, um hier das Gleiche zu erleben, absolute Anonymität, von den Nachbarn ausgenommen. Wenig Freizeitmöglichkeiten, genau so eine verschmutzte Luft und sogar mehr Lärm. Aber das ist der Fluch der eigenen Tat, der  Fluch aller Dörfer im Speckgürtel von Berlin. Die Idylle, die die Stadtflüchter suchen, machen sie mit ihrem Zuzug kaputt. Sie belasten die schon ächzende Infrastruktur und weil es keine Möglichkeit gibt, das Haus durch angemessene Arbeit abzuzahlen, wird der Neu-Ahrensfelder zum Pendler, verschärft das Verkehrschaos, produziert Lärm und Feinstaub. Auch sind sind längst die Zeiten vorbei, dass in jedem Dorf eine Gaststätte florierte, in der die Vereinssitzungen und Familienfeste stattfanden und jeden Sonnabend Tanz. Natürlich gab es auch einen Dorfladen, der alles führte, was für den Alltag so gebraucht wurde, vom eingelegten Hering bis zu Nägeln, von frische...