Eine Lanze für Grün-Weiß Ahrensfelde und einige Nachdenklichkeiten
Nun hat der Verein vor, ein Jugend- und Seniorenhaus für schlappe 8,8 Mio. € zu bauen und erwartet von der Gemeinde dafür, obwohl unser Haushalt mehr als angespannt ist, wir sind sogar im Haushalt 2026 mit 1,5 Mio. € im Minus, einen Zuschuss von sage und schreibe 2,43 Millionen Euro. Wow. Das zeugt nicht gerade von Bescheidenheit. Hier wird nicht nur mit der Mütze im Kreis herumgegangen, sondern mit einem Sack, der dazu unten noch ein Loch hat. Die Gemeinde und das Land haben Millionen in den "Sportplatz der Zukunft" investiert. Schon vergessen? Seit Jahren greift die Gemeinde GWA mit beträchtlichen Summen unter die Arme. Betriebskosten und Sportförderung und sogar einen Platzwart, da kommen schon schlappe 100.000 Euro im Jahr zusammen. Auch Großzügigkeit hat Grenzen. Denn da, wo die Gefahr besteht, dass sie ausgenutzt werden könnte.
Von deckeln aber keine Spur. Der Verein GWA mit seinen gut 1.000 Mitgliedern will weiter wachsen und damit werden, das liegt doch auf der Hand, die finanziellen Forderungen an die Gemeinde steigen. Aber ist das gerecht gegenüber den 14.600 Ahrensfeldern? Nun ist mit der GWA-Lobby in der Gemeindevertretung nicht gut Kirschen essen. Doch es muss doch einmal gestattet sein, ohne gleich als Gegner von GWA abgestempelt zu werden und Schnappatmung zu bekommen, ernsthaft über die Zukunft des Vereins und die damit steigenden Zuwendungen aus der Gemeindekasse zu reden. Und was bietet sich besser dafür an, als die Vorbereitung auf den 120. Jahrestag der Gründung des Vereins SV 1098 Grün-Weiß Ahrensfelde e.V.
Die Gemeindevertretung hat im Januar dafür gestimmt, dass sich GWA um Millionen Fördergelder vom Bund bewirbt. Der Eil-Antrag, ohne den Finanzausschuss zu durchlaufen, was üblich und vielleicht auch notwendig wäre, wurde übrigens von der Ahrensfelder Wählergemeinschaft zuzüglich des Bürgervereins Eiche gestellt. Auch Herr Lachmann, als Vorsitzender des Vereins, der in der Fraktion keine Funktion hat, unterschrieb? Nun ist die Krux dabei, dass das Land aber verlangt, dass die Eigenmittel dafür vor vornherein, also die 100.000 Euro vom Verein und die 2,43 Millionen Euro von der Gemeinde, zugesichert werden. Nun fass einmal einen nackten Mann in die Tasche. Ob das die Gemeindevertreter wirklich begriffen haben und wollten? Das wird sich bald entscheiden. Ich werden jedenfalls weiter, mit großer Sympathie für GWA den Lauf der Dinge verfolgen, sachlich, kritisch und optimistisch wie immer.
Fotos und Cartoon: Autor
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