Drei Jahre "Moreikes Ahrensfelde" - eine ganz persönlicher Sicht
Ja, ich schreibe mit spitzer Feder, wenn Bürgern Informationen vorenthalten werden, wenn intransparent Beschlüsse getroffen werden, für die wir zur Kasse gebeten werden; wenn einzelne Menschen oder Gruppen sich zu Unrecht behandelt fühlen; wenn lax mit der Kommunalverfassung umgegangen wird; wenn oben im Rathaus vergessen wird, dass sie Angestellte und Diener der Einwohner sind; wenn geduldet wird, dass der erklärte und bekundete Mehrheitswille von Anwohnern oder Bürgern ignoriert wird und letztlich, wenn die Bürgerbeteiligung unterdrückt, statt gefördert wird. Und ich bekomme viel Gegenwind, aber wer sich in die Öffentlichkeit stellt, muss ein dickes Fell und gesunden Humor haben.
Ein weiteres Motiv ist, meine Sicht der Dinge über unsere kleine Gemeinschaft hinaus zu schreiben, über mich bewegende politische Ereignisse und Daten von internationaler Bedeutung, die oft sehr wohl das Leben in unserer Gemeinde tangieren, ja indirekt jeden Einwohner betreffen. Nehmen wir nur die Frage von Krieg und Frieden, den Klimawandel, Bildung und Gesundheit oder die Entwicklung der Demokratie.
Unsere Gemeinde ist nicht nur ein Spiegelbild des Landes im Kleinen, sondern sie ist wie alle anderen zusammen, die Keimzelle eines Staates, Abbild der Reife seiner Demokratie. Nun ist es nicht gerade ein Ruhmesblatt für uns, dass ausgerechnet die Vereinigten Staaten von Amerika uns Demokratiedefizite vor allem in der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit vorwerfen.
Beides im Grundgesetz geschützt, aber das Papier ist geduldig und die Politik hat da eine Doppelmoral. Sie kritisiert andere, wirft munter Steine auf Russland und China, Iran und Ungarn und sitzt selbst im Glashaus. Das nennt sich wertebasierend und wie es im Grundgesetz heißt als "gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen."
Ein Thema treibt mich besonders um. Die Vernichtung von Ackerland in der Gemeinde zugunsten von Siedlungsbau, der nicht nur die Klimabilanz verschlechtert, das Schutzgut Boden vernichtet Lebensmittelimporte notwendig macht, wie auch Pflanzen und Tiere und die Lebensqualität der Ahrensfelde Profitinteressen opfert.
Werte Mitglieder der Gemeindevertretung, werte weniger interessierte und werte gestresste Mitbürger, nicht alles, was gesetzlich erlaubt oder geduldet wird, ist sinnvoll für uns, geschweige denn moralisch akzeptabel. Nun will ich nicht den Moralapostel spielen, das Hemd passt mir nicht, aber meinen Wertvorstellungen entspräche, dass ich mich zumindest enthalten würde, wenn ich über ein Projekt eines Parteifreundes aus dem Gemeindekreis zu entscheiden hätte. Ja,

.jpg)

