Kein Interesse der Fraktionen mehr am Bürgerdialog - nicht mit uns
Bei der Durchsicht der vorliegenden Dokumente haben wir festgestellt, dass die zu Grunde liegenden Zeiten von Spielen und Training nicht immer den Tatsachen entsprechen, Zuschauerzahlen zu gering angesetzt wurden und andere Lärmquellen überhaupt nicht berücksichtigt sind. All das haben wir der Verwaltung und damit dem untersuchenden Ingenieurbüro mitgeteilt.
Unabhängig von dem Ergebnis des Gutachtens und seinen Empfehlungen können wir schon heute sagen, dass damit der Bürgerdialog nicht zu Ende sein wird. Denn die lauwarmen Erklärungen vom Vereinsvorsitzenden, dem Sportsfreund Lachmann von Grün-Weiß Ahrensfelde und das lärmende Geschehen auf den Sportplätzen außerhalb von Training und Spielen lassen nur den Schluss zu: Entweder hat er seinen Verein nicht im Griff, also so gut wie keine Autorität, oder er weiß, dass sich nicht an seine Zusagen gehalten wird und billigt das.
Und wenn eine
Schallschutzwand empfohlen wird, erwarten wir, dass dann die Maßnahmen zum Schallschutz zügig beschlossen, geplant und eingeleitet werden und nicht noch Spitzfindigkeiten
und Bedenken diesen Prozess verzögern und die Lärmbelästigung der direkten
Anwohner auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden.
Die Messpunkte bestätigen auch bei mir eine Lärmbelästigung, denn mein Grundstück, und das ist nicht einmal das nächste zum Rasenplatz, ist nur keine 50 Meter entfernt und zur Terrasse des Restaurants Hangover sind es noch weniger. Mit anderen Worten, ich bekomme von den Spielen der 1. Mannschaft von Grün-Weiß noch viel mehr mit, als so mancher Zuschauer auf der Tribüne.
Und ich warne alle Besucher des Restaurants im Außenbereich, private Geheimnisse auszuplaudern, denn wenn ich noch einmal im Garten nach dem Rechten sehe, höre ich ungewollt und nicht lauschend alles mit. Ja, und das vor allem, weil sich Pächter Rau einen Dreck um Absprachen und uns Anwohner schert und zuletzt am Pfingstsonntag seine Terrasse mit Musik lange nach Mitternacht betrieben hat. Und wenn morgens um sieben Uhr der Rasenmäher für den ersten Platz loslegt, frage ich, wer mäht denn da in meinem Garten?
Wie
weitere Anwohner musste ich schon Schallschutzfenster einbauen lassen, und eine
finanzielle Beteiligung der Gemeinde wurde abgelehnt, obwohl sie es doch unter
anderem gestattete, dass so nah am Sportplatz gebaut werden durfte. Ja, der Sportplatz war schon da, eben! Aber für Gesetze ist das unrelevant. Das sind
die Fakten und ich lade jedes Mitglied der Gemeindevertretung herzlich ein, bei
mir auf der Luftmatratze zum Probewohnen im Sommer.
Oder
sie beende endlich die unerträglichen Zustände durch sinnvolle, zeitnahe,
ökologisch verantwortbare und finanziell günstige Maßnahmen. Im Juni soll das Gutachten vorliegen. Dann muss ein weiterer Dialog stattfinden, um gemeinsam mit den Anwohnern zu beraten, wie es konkret weiter geht. Das ist nicht nur
mein ganz persönlicher Wunsch, sondern auch die Forderung meiner gestressten
Nachbarn, sachlich, kritisch und
optimistisch wie immer.
Fotos: Archiv, Autor


