Notizen aus Ahrensfelde - Refill-Wasser allein für jedermann ist kein Alibi
Denn nun präsentierte Bürgermeister Wilfried Gehrke im Amtsblatt die Refill-Aktion. Jeder, der ins Rathaus kommt, mit Anliegem oder nur so vorbei, kann dort seine Trinkflasche mit frischem Leitungswasser füllen. Wunderbar, das ist doch was, ganz ehrlich.
Aber das kann doch nur der Beginn seil, denn es ist doch im wahrsten Sinne des Wortes nur ein Tropfen auf die durstigen Seelen. Na und ein großzügiges Geschenk des Bürgermeisters ist es auch nicht, denn das Wasser aus dem Rathaus bezahlen ja die Ahrensfelder.
In einer Gemeinde, in der die Sorge um jeden einzelnen Einwohner die erste Aufgabe von Verwaltung und Gemeindevertretung ist, muss wesentlich mehr getan werden, als eine Flasche Wasser aus der Leitung. Denn die Refill-Aktion entbindet die Gemeindevertreter nicht davon, endlich ein Konzept zum Schutz der Einwohner, vor allem der Jüngsten und der Ältesten vor extremer Gluthitze zu entwickeln und umzusetzen. Namhafte Meteorologen und Klimaexperten warnen, dass die Hitzerekorde keine einmalige Erscheinung sein werden.
Also muss endlich gehandelt werden. Meine bescheidenen Vorschläge liegen auf den Tisch. Sie sollten schon damals in ein Klimakonzept des y Landkreises einfließen, das nie zustande kam.
Dazu könnten gehören:
Stopp der Versiegelung von Acker- und Grünflächen als wichtige Klimaindikatoren. Das Mikroklima in den Ortsteile bestimmen wir mit.
Stopp von Siedlungsbau in Frischluftschneiden für Berlin, wie zum Beispiel an der Birkholzer Allee.
Rückbau von versiegelten Flächen dort wo es möglich und sinnvoll ist nach dem Motto Grün statt Grau. Auch der mit Platten versiegelte Schulhof unserer Grundschule ist ein Glutofen, das Beton-Arial am Lenné-Park und der Rathausplatz in Ahrensfelde. Aber auch vor allem freiwilliger Rückbau übermäßig illegal versiegelten Flächen auf Privatgrundstücken wo möglich.
Wasser sparende Konzepte, keine Genehmigung von Pools auf neuen Privatgrundstücken
Anpflanzung von hitzeverträglichen Bäumen entlang von Straßen, auch der Dorfstraße und Schaffung von grünen Inseln zur Verschattung, zum Ausruhen vor allem für ältere Menschen und Müttern mit Kleinkindern.
Trinkwasserspender mit Hilfe der Berliner Wasserwerke und für die Einwohner zeitweise Refill-Stationen in allen Ortsteilzentren..
Schaffung eines Bürgerrates Klima durch die Verwaltung.
Fotos: Autor, Yandex

