Ein Nachdenkereignis, das keines ist und dennoch eines sein müsste
Mit dieser Warnung, dass die Menschheit, so sie überlebt, sich in eine Steinzeit zurück bomben kann, wenn nicht Leuten bei uns wie Merz und Klingbeil, Kiesewetter, Hofreiter, Wadephul und Strack-Zimmermann die Entscheidungen in der Politik aus den Händen genommen wird, bin ich beim Thema und Jubiläum. Im Juli 1932 fand ein denkwürdigen Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Siegmund Freund zum Thema: Warum Krieg? statt.
Eine Frage, da unsere Land hochgerüstet und kriegstüchtig gemacht wird, in der Waffen entgegen unserem Grundgesetz in Kriegsgebiete zur Fortsetzung und nicht zur Beendigung von bewaffneten Konflikten, wie in Israel und die Ukraine geschickt werden, wo die eigene Regierung tagtäglich und ungestraft gegen die Präambel und das Grundgesetz verstößt, ist die Frage so aktuell wie am Vorabend des II. Weltkrieges. Warum Krieg?
Einstein sah sich als der Naturwissenschaftler nicht in der Lage, diese psychologisch philosophische Frage umfassend zu beantworten und fragte Freund: „Gibt es einen Weg, die Menschen vom Verhängnis des Krieges zu befreien?“ Als überzeugter Pazifist fragte Einstein, ob es möglich sei, die menschliche Entwicklung so zu lenken, dass sie gegen die Psychose des Krieges und des Hasses immunisiert wird. Der Physiker wusste natürlich um das Machtstreben der Herrschenden, die durch Manipulation von Bildung, Presse und Religion die Massen mobilisieren, um sie kriegswillig und kriegstüchtig zu machen. Wie sich die Bilder doch gleichen!
Und hier gestatte ich mir als bescheidener Philosoph auf das nicht ganz unbestrittene Gesetz der spiralförmigen Entwicklung von Hegel und Marx zu verweisen. Es besagt, dass sich Natur,
Gesellschaft und Denken nicht im Kreis, sondern in Zyklen in einer aufsteigenden Spirale entwickeln, indem sie das Alte negieren, es aber gleichsam auf einem höheren Niveau wiederholen. Ein gesellschaftlicher Déja vu-Effekt.
Freud antwortete kurz gefasst recht pessimistisch und argumentierte, dass der Mensch zwei grundlegende Triebe besitzt: den Lebenstrieb Eros und den Todestrieb Thanatos. Krieg sei der unweigerliche Ausdruck dieses zerstörerischen Triebs in der menschlichen Natur. Soweit die Genies. Nun erleben wir, dass die Kriegsvorbereitung bei uns in einem nie dagewesenen Maße medial und politisch vor sich geht und nicht der geringste und vernünftige Versuch gemacht wird, diplomatisch und friedlich die Kriege und das Morden zu beenden.
Deutschland unterstützt die Ukraine in diesem Jahr mit etwa 11 Milliarden Euro. Das hat unser Bundestag so beschlossen. Würde mit deutscher Mitwirkung ein sicherer Frieden im Ukrainekrieg erreicht werden, so könnten allein diese 11 Milliarden ausreichen, um 420 Schulen zu bauen, oder 2.000 Kilometer Autobahn zu sanieren. Ist das nicht schon Grund genug, alles, aber wirklich alles mit vereinten internationalen Organisationen zu tun, den Krieg zu beenden? Aber warum das nicht sein wird, will ich versuchen, einfach und logisch zu erklären. Ich glaube, es gibt mit dieser Regierung und den Parteien im Bundestag keinen realistischen Weg, sich dem Einfluss von Rüstungsindustrie und internationalen Finanzkartellen auf die Politik zu entziehen, denn sie brauchen Kriege für ihre unvorstellbaren utopischen Gewinne. Und deshalb verbreiten unsere Politiker und Medien Angst, morgen steht der Russe vor dem Brandenburger Tor, vor dem ARD-Studio und dem Springer-Verlag.
Und zum Schluss: Ein Panzer Leopard 2A8 kostet so zwischen 25 - 30 Mio. Euro. Das ist ungefähr die Summe, die unsere Schule in Lindenberg gekostet hatte oder für die 5 Kilometer neue Autobahn gebaut werden könnten, ja oder sogar fast die halbe Umgehungsstraße um Ahrensfelde. Noch Fragen? Ich soll friedfertiger werden, fordert meine Frau in einer Zeit, wo wir kriegstüchtig gemacht werden? Krieg ist keine Option, sondern eine menschliche Tragödie. Ich halte es mit Richard von Weizäcker und wollte nur aus gegenwartsnahem Anlass auf ein geschichtliches Ereignis, seine Aktualität und seinem Zusammenhang hinweisen, sachlich, kritisch und optimistisch wie immer.
Fotos: Autor, Zeitgeschehen, Archiv Moreike, Cartoonn Toonpool
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