Geht es 2026 weiter im Bürgerdialog?- Aber sicher!

Ja, ich habe geschrieben, dass sich im neuen Jahr wenig bei uns ändern wird. Es sind die alten, besser gesagt gleichen Leute, sowohl oben im Rathaus als auch in der Gemeindevertretung. Das muss ich ein wenig revidieren. Für den Bürgerdialog, für die Anwohner der Siedlung Goethestraße ist das ein Jahr, in dem sich einiges verändern muss, zum Besseren. Es geht dabei vordergründig nicht um ein neues Schallgutachten, die Lärmbelästigungen der Anwohner durch den Spiel- und Trainingsbetrieb auf den Grün-Weiß-Plätzen werden von niemanden mehr bestritten. Also geht es jetzt um wirksame Schallschutzmaßnahmen und dabei um die beste, heißt langfristige, ökologisch sinnvolle, machbare und finanziell tragbare Lösung. Also Schallschutz und da ist eine Wand unser Favorit, nicht mehr und nicht weniger!

Ändern muss sich auch der Trainings- und Spielbetrieb auf allen drei Plätzen. Wie uns die Verantwortlichen des zuständigen Fußballverbandes mitgeteilt haben, ist Grün-Weiß-Ahrensfelde nicht nur Herr auf den eigenen Plätzen, was das Training betrifft. Nein, auch die Spielansetzungen sind Sache des Vereins. Also werden wir Sprecher der Bürgerinitiative im Februar, das ist ausgemacht, mit dem Vereinsvorsitzenden Lachmann und dem Sektionschef Fußball Pruschke darüber beraten, wie Training und Spiele so festzulegen sind, dass sie außerhalb der gesetzlichen Ruhezeiten und vor allem nicht an Sonn- und Feiertagen stattfinden, vor allem Training tabu ist. Das durchzusetzen, wird nicht einfach und vor allem nicht kurzfristig zu machen sein. Denn in seinen Interview zum Jahreswechsel war dem Sportfreund Pruschke der Dialog um den Schallschutz, also ein normales nachbarschaftlichen Verhältnis zwischen Verein und uns keine Silbe wert. Da gilt, wie es so heißt, noch recht dicke Bretter zu bohren.

Das durchzusetzen, wird nicht einfach und vor allem nicht kurzfristig zu machen sein. Oder wie es heißt, es sind dicke Bretter zu bohren. Wie es aus sogenannten informierten Kreisen zu hören ist, soll der Sozial- und Verwaltungstrakt am Rasenplatz mit einem Anbau erweitert werden. Das sei so gut wie beschlossen, obwohl in der Gemeindevertretung bis heute davon keine Rede war. Gut, es ist einleuchtend, bei der Mitgliederzahl und den Aktivitäten. Aber dort noch ein paar Container und da einen Anbau und das bei der knappen Kasse in der Gemeinde, das wirft doch Fragen auf. Erstens, wozu braucht GWA einen Trakt für Senioren und Jugendliche. Wir haben eine Seniorenbegnungsstätte und einen Jugendclub. Zweitens können wir uns das leisten, denn den Löwenanteil trägt bei allen Investitionen die Gemeinde und das heißt wir Steuerzahler. Und drittens wird die GWA-Lobby in der Gemeindevertretung dann sagen, für eine Schallschutzwand fehlt dann das Geld. Na, super. 

Aber damit nicht genug. Neuer Anbau heißt zweitens höhere Betriebskosten und auch die tragen wir Bürger vor allem. Von den jährlichen Zuwendungen von Zehntausenden Euro aus dem Kultur- und Sozialfonds ganz zu schweigen. In den Sportplatz der Zukunft sind so in den vergangenen Jahren Millionen Euro geflossen und der Erhalt dieser Anlagen ist nicht für einen Appel und Ei zu leisten. So befürchte ich, bei aller Sympathie für den größten Sportverein der Gemeinde und der engagierten ehrenamtlichen Arbeit, dass Grün-Weiß viertens auf die Dauer zu einem Fass ohne Boden wird. Bekommt GWA den Hals nicht voll? Aber, wie Bürgermeister Gehrke immer sagt und unschuldig beide Hände hebt, das sei Sache der Gemeindevertretung. Falsch, das ist Sache aller  Ahrensfelder, denn es geht um den Sport in der Gemeinde für Kinder, Jugendliche bis zu den Senioren, um Freizeit und Gesundheit, und es geht auch um unser aller Geld. Das ist meine Meinung, sachlich, kritisch und optimistisch wie immer.

Fotos: Autor, Zeichnung nach Shutterstock Autor

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